Die Wandlerin

Nur selten hat sie jemand gesehen und doch ist sie da.

Schon von Anbeginn der Zeit und immer in ihrer Ausrichtung eindeutig und klar.

Sie wurde ausgeschickt, um eine wahrhaft große Aufgabe zu tun,

sie wird ihr gerecht, wird nicht früher ruhn,

bis alles erledigt, fertig, getan und geschafft ist,

bis alles hell erstrahlt im göttlichen Licht.

Das ist ihr Weg, ihr Ziel,

es wird ihr nie zu viel.

In der linken Hand trägt sie ihr wertvolles Messer,

damit die Zeiten werden besser.

Dieses einzigartige Messer ist in Vollkommenheit geschmiedet und geschliffen, wahrhaftig magisch,

einfach wandlerisch, so wie sie selber auch.

Ihr lichtvolles Tun, ein Heiliger Brauch.

Was sie alles mit diesem besonderen Messer machen kann,

Zeiten verändern, Dinge durchtrennen,

durch die Lüfte reisen, tanzen und rennen, selbst dort die Balance halten wie eine Akrobatin auf einem hohen Seil.

All das gehört zu ihrem Tun, weil

sie dient allein dem Licht und hilft den Menschen und Mutter Erde bei diesem riesigen Transformationsprozess.

Alles in vollkommener Ruhe, Gelassenheit, ohne Hast, Eile oder Stress.

Anmutig, hoheitsvoll und majestätisch, in königlich aufrechter Haltung schreitet sie durch die Nacht.

Ein Liebesfeuer ist entfacht.

In ihrem goldenen gelockten glänzenden Haar

trägt sie ein traumhaft schönes Bergkristalldiadem, rein und klar.

Es glänzt,  glitzert und funkelt in unzähligen Nuancen, Farben und Facetten sowohl im Sonnenschein wie auch selbst in einer dunklen Mondennacht,

als sei es zum Leben erwacht.

Ein Leuchten steht in Ihrem edlen fein geschnittenen Gesicht,

das allein schon für ihre Wahrhaftigkeit und Weitsicht spricht.

Ihr edles Gewand umschmeichelt ihre herrliche grazile Gestalt.

Das lange Haar bis fast zum Boden herab es wallt.

Ihre ozeanblauen Augen leuchten wie zwei Sterne

aus der Ferne,

tragen die Liebe und unendliches Mitgefühl ebenso wie Klarheit, Wissen, Weisheit und ganz tief innen die Wahrheit.

Ein Lapislazuli schmückt ihren Hals an einem Lederband.

Ein Geschenk der Delphine, einst fand sie ihn im weichen Sand.

Das Messer, dieser kostbare Schatz, ist immer mit ihr,  gegürtet, meist trägt sie es in der rechten Hand.

So zieht sie von Land zu Land.

Durchlichtet dunkle Stellen

sogleich entstehen die lichtvollen hellen.

Was sie mit ihrem Messer ein einziges Mal belebend berührt,

wird zum Guten gekürt.

Die Spitze öffnet Tore und Türen

sind mit dem Messer von ihr nur zu berühren.

Schneidet selbst Materie lautlos wie Luft

verströmt dabei einen zauberhaften Duft.

Sind besonders schwierige Dinge zu tun,

so ruht es vollkommen fokussiert in beiden Händen,

so kann sie es mit aller Macht und kraftvollst verwenden.

Selbst über Gewässer kann sie schreiten,

um das Prachtvolle, Wahrhaftige und Allerbeste auszweiten.

Sie reinigt die Gewässer, die Seen, Bäche und Flüsse.

Von den Meereswesen, den Meerjungfrauen, Nixen und Undinen empfängt sie dankbar Liebesergüsse und Herzensküsse.

Manche von ihnen weinen vor Freude glänzende Tränen perlengleich.

Nun ist es wieder sauber und rein, ihr heißgeliebtes Meeresreich.

Sie reinigt die Luft.

Verströmt wieder diesen zauberhaften Duft.

Sie scheint unsichtbar

und doch ist sie da.

Hat man ein Problem,

ist es mehr als unbequem,

so kann man sie drei Mal laut bei ihrem Namen rufen und kann sich nur wundern, was dann geschieht, nämlich ein Wunder,

denn die eigene Welt, das Leben wird wieder ausgeglichener und harmonischer, in allem besser und alles in allem bunter und runder.

Bittet man sie um Unterstützung und Hilfe, so wird sie diese gewähren.

Man wird sie nicht mehr vergessen und dankbar verehren.

Hat man die innere Arbeit schon begonnen, so hilft sie zu gebären,

zu verändern, zu wandeln, zu erneuern, über die blaue Brücke zu gehen und das Neue Ufer zu finden und zu betreten, mit ihrem Messer das Alte abzutrennen wie Schnüre und Seile.

Ein wenig noch verweile.

So fühlt und spürt man den sanften leisen Hauch.

Es ist dieser Heilige Brauch.

Alles ist durchtrennt, was nicht mehr zu einem gehört,

was auf dem Weg noch lag und hat gestört.

Alles ist verschwunden,

nicht mehr an irgendetwas gebunden.

Sanft und zart streicht sie über das Haar und die Wange.

Tränen der Erlösung rinnen herab die ganze Zeit, wohltuend und lange.

Da sind die Vorboten und Spuren der aufblühenden Freude und Leichtigkeit.

Alles hat seine Zeit.

Dankesworte fließen leise über Lippen, die sie lächelnd und freudig annimmt, sie tief beglücken

 und wie mit Seerosen schmücken.

Die Wege trennen sich nun wieder.

In der Ferne hört man einzigartige herrliche nie gehörte herzberührende Seelenlieder.

Weiter zieht sie durch die Lande,

mal ist sie mittendrin, doch meist eher am Rande.

Ihr Herz fließt wie so oft über vor lauter Liebe und Mitgefühl, tief verbunden mit allem, was ist.

All diese Geschenke und Gefühle, deren Wert niemand ermisst.

Wie ein Strom fließen sie dahin.

Alles hat seinen Sinn.

Ruhend in sich selbst, tiefer Friede.

Pure reine wahre Liebe.

Wandlerin, anmutige wunderschöne Wandlerin, tue was getan werden muss und wandle, wandle.

Wandle alles ins Licht, wandle alles ins Licht,

das dir Geschenke bringt und mit dir spricht.

Das größte Geschenk jedoch machst du dir selbst,  da du so voller tiefer Liebe, völliger Hingabe und Demut für alle und alles selbstlos wirkst und tiefste Erfüllung findest, immer wieder und immer wieder.

Herzsymphonien und Seelenlieder,

tanzend, badend

und labend

im wunderschönen Licht, immer wieder

Herzsymphonien und Seelenlieder.

© Saluma Jolani, der Weiße Adler spricht

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